Teguise
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Die ehemalige Inselhauptstadt Teguise enstand unterhalb der Festung Castillo Santa Barbara. Wegen der Piratengefahr wurde der Platz weit weg vom Meer gewählt. Teguise, das den Namen einer Tochter des Guadarfia, des letzten einheimischen Herrschers vor der Eroberung, trägt, ist eine der ältesten und traditionsreichsten Städte der Kanarischen Inseln.

Dieses große Dorf von Ureinwohnern ist seit den ersten Jahrzehnten des 15. Jahrhunderts zum Zentrum des politischen Lebens, der Verwaltung und der Religion in Lanzarote geworden. Obwohl Teguise sowohl von der nördlichen als auch der östlichen Küste viele Kilometer entfernt ist, konnte es trotzdem  nicht den Streifzügen der Piraten entgehen. So griff zum Beispiel 1586 der algerische Korsar Morato Arréz die Küste von Arrecife an. Er macht die Burg San Gabriel dem Erdboden gleich und drang  ins Innere der Insel bis Teguise vor.

An dem Ort, an dem einige Dutzende Einwohner der Stadt niedergemetzelt wurden, erinnert heute der Name einer Straße, Callejuela de la Sangre (Blut-Gasse). Viele Gebäude wurden aus diesem Anlass angezündet und zerstört. Auch die Kirche aus dem 15.Jahrhundert, die ursprünglich im gotischen Stil errichtet worden war, wurde nicht verschont.

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Sie wurde im Laufe der Zeit mehrmals restauriert und sieht heute vollkommen anders aus, als ursprünglich geplant. Außer der schönen Kirche gibt es aber auch noch viele andere schöne Bauwerke die sich für eine Besichtigung lohnen.

Auf dem Marktplatz und in den Straßen von Teguise findet jeden Sonntag von 9-14 Uhr der berümhte Markt statt, der sehr viele Touristen anlockt. Der Markt bietet einen Querschnitt von kanarischer Folklore über landwirtschaftlichen Produkten bis hin zu Handwerkswaren.